Übernehmen Sie die Patenschaft für eine Orgelpfeife oder ein ganzes Register und unterstützen Sie das Projekt ganz individuell!
DIE KÖNIGIN IST DA!
DIE NEUE WEIMBS-ORGEL
IN ALLERHEILIGEN (2025)
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Warum eine war eine neue Orgel notwendig?
Unsere frühere Orgel war 1969 von der Firma Walcker gebaut worden – ein typisches Instrument ihrer Zeit. Viele dieser Orgeln waren standardisiert, was sich später als problematisch erwies: technische Ausfälle, minderwertige Materialien, ein klanglich eingeschränktes neobarockes Konzept und eine bis heute umstrittene Optik. Nach der Begutachtung durch Domorganist und Orgelsachverständigen Markus Willinger im Jahr 2017 blieb deshalb eigentlich nur die Konsequenz, einen vollständigen Neubau anzustreben.
Eine große Renovierung hätte sich im hohen sechsstelligen Bereich bewegt und nur eine teilweise Verbesserung gebracht. Die gewünschte Veränderung der Optik wäre ohnehin einem Neubau gleichgekommen. Ein neues Instrument erwies sich daher – trotz höherer Kosten – langfristig als die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung, auch für kommende Generationen.
Seit 2018 gelten Orgelbau und Orgelmusik als immaterielles Kulturerbe. Auch das bestärkte uns in unserem Auftrag, die Orgellandschaft in Nürnberg zu bereichern. Die Kirchenverwaltung stimmte dem Neubau zu, und heute dürfen wir uns über das fertiggestellte Instrument freuen.
Besonders während der Corona-Zeit war deutlich geworden, wie wichtig Musik für Gottesdienste und das kulturelle Leben ist: Sie holt uns aus dem Alltag, schenkt Freude und gibt Hoffnung.
Der Förderverein Musik in Allerheiligen e.V. unterstützt auch jetzt noch das Projekt.

WAS NICHT MEHR FUNKTIONIERTE:

TECHNISCHE ASPEKTE
- Veraltete Elektrik im Inneren der Orgel (Brandschutz)
- Tausende verbaute Plastikteile brechen sukzessive auseinander
- Holzpfeifen teils aus Pressspanplatten
- Ventile aus schwerem Metall
- Abstrakten aus schwergängigem Metall anstatt Holz oder Carbon
- Registerzugmagneten fallen aus
- Lederteile an den Ventilen reißen
- Bälge sind undicht und wurden nur behelfsmäßig repariert

KLANGLICHE ASPEKTE
- Neobarocke Klanggestaltung aus den 1960er Jahren verhindert die musikalische Darstellung ganzer Epochen wie Romantik oder französischer Orgelmusik
- Fehlende Gravität der gesamten Orgel, dafür zu schrille und schreiende Register
- Fehlendes Fundament an warmen Grundstimmen
- Das Rückpositiv befindet sich über den Auslässen der Heizung (dauernde gesamte Verstimmung durch Temperaturunterschiede)
- Aktuelle Nutzbarkeit der Orgel liegt bei ca. 60%

OPTISCHE ASPEKTE
- Aufgrund des Baukastenprinzips der Firma Walcker wird die Rosette angeschnitten
- Gehäuseaufbau und Platzierung der Orgel schaden der Raumbalance
- Architekt Leonhardt hatte schon bei der Planung der Kirche die Idee einer symmetrischen Aufteilung der Orgel
- Die Emporenbrüstung würde wieder auf den Ursprungszustand rückgebaut werden können
Die neue Orgel
Die neue Orgel umfasst 43 klingende Stimmen (durch Transmissionen und Extensionen insgesamt 60 Register) und 3121 Pfeifen, verteilt auf drei Manuale und Pedal. Sie ist damit etwas größer als ihre Vorgängerin – vor allem aber völlig anders: klanglich vielfältiger, reicher an tragfähigen Grundstimmen und in der Lage, den großzügigen Kirchenraum bis in seine entferntesten Winkel zu füllen.
Zwei Schwellwerke ermöglichen eine nahezu stufenlose Dynamik vom feinsten Pianissimo bis zu einem kraftvollen Forte. Auf dem Instrument lässt sich das gesamte Spektrum der Orgelmusik überzeugend darstellen – von barocken Werken über die romantisch-französische Literatur bis hin zu moderner Musik. Zugleich lädt sie zum Experimentieren mit unterschiedlichen Klangfarben und Effekten ein. Damit soll sie nicht nur erfahrene Organisten inspirieren, sondern auch junge Spielerinnen und Spieler begeistern und als Schulungsinstrument dienen.
Moderne Technik unterstützt zudem professionelle Konzertpraxis: Eine zeitgemäße Setzeranlage erlaubt das Abspeichern von Registerkombinationen, und die erweiterten Tastaturen – bis c⁴ im Manual und bis g¹ im Pedal – erfüllen heutige ergonomische und spieltechnische Anforderungen.
Auch ihre Hauptaufgabe – die musikalische Gestaltung der Gottesdienste – erfüllt die neue Orgel in besonderer Weise. Darüber hinaus ist sie als Konzertinstrument sowie zur Begleitung von Chor und Orchester konzipiert.
Optisch orientiert sich die Orgel an der ursprünglichen architektonischen Idee des Kirchenarchitekten Leonhardt. Handgezeichnete Skizzen aus den 1950er Jahren zeigen bereits den Gedanken, das Orgelwerk symmetrisch links und rechts der großen Rosette anzuordnen. Diese gestalterische Vision wurde nun umgesetzt. Die Denkmalschutzbehörde würdigte den Entwurf als „gelungene, denkmalverträgliche Lösung“.
Skizze des Architekten Leonhardt (um 1952)
Fotorealistische Darstellung
Die eingebaute Orgel - Stand März 2025DISPOSITION DER NEUEN ORGEL
I. HAUPTWERK (C-c4)
- Praestant 16′
- Principal 8′
- Sekundprincipal 8′ (Ext.)
- Viola da Gamba 8′
- Flute harmonique 8′ (P)
- Gedackt 8′
- Octave 4′
- Blockflöte 4′
- Quinte 2 2/3′ (P)
- Superoctave 2′
- Cornet 3f 2 2/3′ ab f°
- Mixtur major 5fach 2 2/3′
- Mixtur minor 4fach 2′
- Fagott 16′ (TM III.)
- Trompete 8′
II. POSITIV (schwellbar) (C-c4)
16. Salicet 16′
17. Principal 8′
18. Salicional 8′ (Ext.)
19. Offenflöte 8′
20. Octave 4′
21. Viola 4′ (Ext.)
22. Flaut douce 4′
23. Quintflöte 2 2/3′ (P)
24. Flöte 2′
25. Terz 1 3/5′
26. Larigot 1 1/3′
27. Mixtur 3-4fach 1 1/3′
28. Piccolo 1′
29. Clarinette 8′
30. Voix humaine 8′
III. SCHWELLWERK (C-c4)
31. Bordun 16′
32. Flute traversiére 8′
33. Bordun 8′ (Ext.)
34. Viole de Gambe 8′ (P)
35. Voix céleste 8′ (P)
36. Praestant 4′
37. Flute octaviante 4′
38. Octavin 2′
39. Mixtur 4fach 2 2/3′
40. Fagott 16′
41. Trompette harm. 8′
42. Hautbois 8′
(P) = Proportionale Registerschaltung möglich
GROSSPEDAL (rechts) (C-g1)
43. Untersatz 32′ (Ext.)
44. Principalbass 16′
45. Subbass 16′
46. Octavbass 8′
47. Bassflöte 8′
48. Choralbass 4′
49. Posaune 16′
50. Trompete 8′
KLEINPEDAL (Transmissionen)
51. Contrabass 16′ (TM I.)
52. Salicetbass 16′ (S) (TM II.)
53. Bordunbass 16′ (S) (TM III.)
54. Octave 8′ (TM I.)
55. Salicional 8′ (S) (TM II.)
56. Bordun 8′ (S) (TM III.)
57. Tenoroctave 4′ (TM I.)
58. Fagottbass 16′ (S) (TM III.)
59. Fagott 8′ (S) (TM III.)
60. Fagott 4′ (S) (TM III.)
(S=schwellbar)
KOPPELN
III/II, III/I, II/I wahlweise mechanisch oder elektrisch
III Super III, III Sub III elektrisch
III Super I, III Sub I elektrisch
III/P, II/P, I/P elektrisch
Individuell einstellbare Sonderkoppeln über alle Werke
EFFEKTREGISTER
- Zimbelstern
- Krumseltört
- Vibraphon (anschlagdynamisch mit Dämpfer)
FLOATING DIVISONS
(im Touchpad)
Praestant/Sekundprinzipal (HW)
Salicet/Salicional/Viola (POS)
Fagott (SW) an jedes Werk ankoppelbar
SONSTIGES
- Sostenuto-Funktion (Tastenfessel)
- Registerfessel
- Setzeranlage
- Aufnahme- und Abspielfunktion
- Anschluss eines zweiten Spieltisches vorbereitet

