ZEIT, ZU HANDELN!

EINE NEUE ORGEL

FÜR ALLERHEILIGEN.

Warum eine neue Orgel?

Unsere Orgel wurde 1969 von der Firma Walcker als typisches Kind ihrer Zeit errichtet. Walcker hat in dieser Zeit hunderte standardisierte Orgeln gebaut: Ausfälle, minderwertige Materialien, klangliche Defizite durch ein neobarockes Klangbild und eine bis heute fragwürdige Optik lassen nach Begutachtung des Domorganisten und Orgelsachverständigen Markus Willinger im Jahr 2017 eigentlich keine andere Option zu, als einen kompletten Neubau des Instruments anzustreben. Selbst eine umfangreiche Renovierung bzw. Reorganisation des Instruments würde im höheren sechsstelligen Bereich liegen und auch nur dann könnte eine teilweise Verbesserung erzielt werden – die gewünschte Veränderung der Optik käme ohnehin einem Neubau gleich. Auf lange Sicht erscheint uns somit ein Neubau als die wirtschaftlichste und trotz höherer Kosten – auch für zukünftige Generationen – als die günstigere aller Lösungen. Zudem gelten der Orgelbau und Orgelmusik seit 2018 als immaterielles Kulturerbe. Auch dadurch sehen wir unseren Auftrag, die Orgellandschaft in Nürnberg zu bereichern, als gegeben. Die Kirchenverwaltung hat einem Neubau zugestimmt.

Gerade in Corona-Zeiten wurde sehr deutlich, wie wichtig Musik für Gottesdienste und konzertantes Leben ist. Musik holt uns aus dem Alltag heraus, bereitet uns Freude und schenkt uns ein Stück Hoffnung.

Der Förderverein Musik in Allerheiligen e.V. möchte dieses Projekt unterstützen.

WAS NICHT MEHR FUNKTIONIERT:

Gebrochenes Plastik

TECHNISCHE ASPEKTE

  • Veraltete Elektrik im Inneren der Orgel (Brandschutz)
  • Tausende verbaute Plastikteile brechen sukzessive auseinander
  • Holzpfeifen teils aus Pressspanplatten
  • Ventile aus schwerem Metall
  • Abstrakten aus schwergängigem Metall anstatt Holz oder Carbon
  • Registerzugmagneten fallen aus
  • Lederteile an den Ventilen reißen
  • Bälge sind undicht und wurden nur behelfsmäßig repariert
Spieltisch Orgel

KLANGLICHE ASPEKTE

  • Neobarocke Klanggestaltung aus den 1960er Jahren verhindert die musikalische Darstellung ganzer Epochen wie Romantik oder französischer Orgelmusik
  • Fehlende Gravität der gesamten Orgel, dafür zu schrille und schreiende Register
  • Fehlendes Fundament an warmen Grundstimmen
  • Das Rückpositiv befindet sich über den Auslässen der Heizung (dauernde gesamte Verstimmung durch Temperaturunterschiede)
  • Aktuelle Nutzbarkeit der Orgel liegt bei ca. 60%
Optische Aspekte

OPTISCHE ASPEKTE

  • Aufgrund des Baukastenprinzips der Firma Walcker wird die Rosette angeschnitten
  • Gehäuseaufbau und Platzierung der Orgel schaden der Raumbalance
  • Architekt Leonhardt hatte schon bei der Planung der Kirche die Idee einer symmetrischen Aufteilung der Orgel
  • Die Emporenbrüstung würde wieder auf den Ursprungszustand rückgebaut werden können

ABER SIE SPIELT DOCH…

Natürlich spielt unsere Orgel – noch. Der umsichtigen Spielweise unserer Organisten ist es zu danken, dass die Fehler der bisherigen Orgel momentan nur den besonders empfindsamen und sachkundigen Zuhörern auffallen. Sie spielt auch deswegen, weil das Team um Kirchenmusiker Wolfgang Breunig quasi im Wochentakt die Orgel repariert, und Teile, die extra angefertigt werden müssen, tauscht. Wir lassen auch unsere Orgel nicht verfallen, um dadurch einen Neubau zu rechtfertigen – das wäre schlechter Stil. Zudem gewöhnt man sich in einer Kirche, die regelmäßig besucht wird, an den mehr oder weniger guten Klang eines Instrumentes. In unserer Kirche haben wir auch das „Problem“, dass wir über eine hervorragende Akustik verfügen, die den schlechten Klang zudem noch veredelt.

Über kurz oder lang können wir nicht mehr gewährleisten, dass die Orgel regelmäßig ihren Dienst tut. Orgelkonzerte können derzeit nicht mehr gespielt werden, da nur noch 60% der Register zueinander passen und somit gleichzeitig gespielt werden können. Alleine die Erhaltung des Ist-Zustandes würde nach Schätzung um die 300.000 € kosten.

Wie soll die neue Orgel werden? Erste Einblicke.

Die neue Orgel wird mit etwa 43 klingenden Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal, ungefähr genauso groß sein wie die Jetzige – nur eben ganz anders. Reicher an vielfältigen Grundstimmen und der Möglichkeit, den großzügigen Raum in unserer Kirche bis in alle Ecken zu füllen. Mit zwei Schwellwerken ausgestattet kann der Klang der neuen Orgel vom zartesten Pianissimo bis zum kräftigen Forte quasi stufenlos reguliert werden. Auf dem neuen Instrument sollen alle Epochen der Orgelmusik von barocker, über romantisch-französischer Literatur bis hin zu Kompositionen der Neuzeit dargestellt und spielbar gemacht werden. Sie lädt ebenso zum Experimentieren mit verschiedenen Klangfarben ein und soll auch junge Organisten zum Spielen begeistern und somit auch als Schulungsinstrument dienen. Auch die technischen und ergonomischen Anforderungen für Konzertorganisten sind durch eine moderne Setzeranlage (Abspeichern von Registerzusammenstellungen) gegeben.

Hauptaufgabe der Orgel ist nach wie vor die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste, sie soll aber auch als Konzertinstrument sowie Begleitinstrument für Chor und Orchester dienen.

Zudem soll eine optische Veränderung im Sinne des Architekten Leonhardt aus der Bauzeit der Kirche stattfinden. Aus handgezeichneten Skizzen wird deutlich, dass dieser schon in den 1950er Jahren die Idee hatte, das Orgelwerk symmetrisch links und rechts neben der großen Rosette aufzuteilen. Die Denkmalschutzbehörde hat den Entwurf bereits als „gelungene, denkmalverträgliche Lösung“ genehmigt.

Skizze des Architekten Leonhardt (um 1952)
Fotorealistische Darstellung
Ansicht von unten (Quelle: Weimbs Orgelbau)

WERDEN SIE TEIL UNSERER

NEUEN ORGEL.

Hier können Sie sich den aktuellen und ausführlichen Info-Flyer herunterladen.

Download Flyer

Sprechen wir über Geld.

Wir haben drei Orgelbauer um ein Angebot gebeten. Aufgrund eines überzeugenden Gesamtkonzepts wurde die renomierte Firma Weimbs aus Hellenthal ausgewählt, mit uns in die (Detail-)Planungen einzusteigen und das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Die Kosten für ein neues Instrument betragen ca. 1,2 Millionen Euro, es werden dafür etwa 12.000 (!) Arbeitsstunden angesetzt. Durch Rücklagen können von der kath. Kirchenstiftung Allerheiligen und vom Erzbistum Bamberg können wir voraussichtlich 75% der Gesamtsumme erwarten, so dass noch eine Lücke von ca. 300.000 Euro aus unseren Reihen geschlossen werden muss. Dafür bitten wir Sie um Unterstützung.

Ein Projekt dieser Größenordnung kann nur Wirklichkeit werden, wenn Gemeindemitglieder, ansässige Firmen und Orgel-/Musikbegeisterte ihr Herz für Musik, Kultur und das orgelgespielte Lob Gottes öffnen und dies in finanziellen Zuwendungen zeigen. Sie können uns mit einer Spende auf unser Bankkonto, als auch über eine Pfeifenpatenschaft unterstützen. Bei einer Pfeifenpatenschaft (Unterlagen werden zur Verfügung gestellt, wenn die Register der Orgel endgültig feststehen) werden Sie – gerne auch namentlich – Pate für eine Orgelpfeife. Damit sind Sie, egal in welcher Form, Teil dieses großen Projektes.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die neue Orgel Ende 2022 aufgrund der weiter zu erwartenden Preissteigerungen für Zinn, Arbeitslöhne und der langen Wartezeit für Computerchips zu beauftragen. Die Bauzeit beträgt dann ca. 2,5 – 3 Jahre.

Wir danken Ihnen bereits jetzt für Ihre großzügige Unterstützung!

UNTERSTÜTZEN SIE UNS

Wenn Sie Teil dieses Projektes werden möchten, unterstützen Sie uns gerne über den Verein „Musik in Allerheiligen e.V.“

Unsere Bankverbindung:
LIGA BANK Regensburg
IBAN DE78 7509 0300 0005 1573 74
Betreff: Orgelneubau

Ihre Spende wird dann gezielt und ausschließlich zugunsten der neuen Orgel verwendet.